Forschungssupervision

Das Nachdenken über die eigene Forschung endet nicht bei Dienstschluss. Das ist spannend. Und herausfordernd.

Was, wenn die Grenzen zwischen Arbeit und Privatem zu sehr verschwimmen? Supervision ist eine angeleitete Reflexion, die dabei hilft, die eigene Rolle im Arbeitskontext zu verstehen und weiterzuentwickeln.

In der Forschung verschwimmen die Grenzen zwischen der professionellen und der privaten Rolle mitunter. Wissensintensive Tätigkeiten, in denen das Denken und Assoziieren eine große Rolle spielen, befördern dieses Verschwimmen, denn das Nachdenken über den Arbeitsgegenstand endet eben nicht automatisch mit Dienstschluss. Bestimmte Forschungsthemen aus Geschichte und Gesellschaft mögen über die intellektuelle Ebene hinaus bewegen und emotional aufwühlen.

Hinzu kommen die besonderen Anforderungen des Arbeitsfeldes: Leistungsdruck, Zeitdruck, Konkurrenz, Perfektionismus. Nicht nur selbstauferlegte sondern leider oft universale Werte an der Akademie.

Forschungssupervision begleitet die Reflexion der eigenen Rolle in der Forschung auf inhaltlicher, methodischer und auf persönlicher Ebene.